Fit gemacht
Fassadensanierung der Sporthalle I des Hölty-Gymnasiums in Celle
2024-2025
Die Sporthalle des Gymnasiums wurde in den Jahren 1981 bis 1982 als vollunterkellerte Dreifeldhalle errichtet. Mit ihrer Westfassade grenzt sie an die Welfenallee im Celler Ortsteil Heese. Das Kellergeschoss war ursprünglich als Luftschutzraum vorgesehen, wird heute jedoch von Sportvereinen genutzt.
Bei dem Gebäude handelt es sich um einen Massivbau in Mischbauweise mit wandaussteifenden Stahlstützen und -riegeln. Die raumbildenden Bestandsfassaden der Obergeschosse bestehen aus großformatigen Stahlbeton-Fertigteilen mit Tragschale, Kerndämmung und Waschbetonschale.
Mit dieser Baumaßnahme wurden die Fassaden entsprechend den Anforderungen des BEG-Förderprogramms für Einzelmaßnahmen energetisch saniert.
Im Erdgeschoss erhielt das Gebäude eine Wärmedämmung mit einer bruchsicher ausgebildeten Vorhangfassade aus farbigen HPL-Tafeln. Die sieben hellgrauen, gelben und orangenen Farbtöne des liegenden Formatverbandes nehmen die Farbfassungen der verputzten Schulgebäude auf.
Auf die oberen Fassadenflächen wurde ein Wärmedämmverbundsystem aus geklebten und verdübelten Mineralfaser-Dämmplatten, Armierungsschicht und mineralischem Oberputz aufgebracht. Dabei erfolgte auch die erforderliche Anpassung der Dachan- und -abschlüsse. Im Zuge der energetischen Sanierung der Gebäudehülle wurde im unterkellerten Bereich der Sporthalle eine Dämmung der Kellerdecke vorgenommen. Sämtliche außenliegenden Fenster und Türen der Sporthalle wurden durch hochgedämmte Holz-Aluminium-Elemente ersetzt.
Ein umlaufender Rahmen aus Aluminiumblech fasst die vorhandenen Fensteröffnungen sowie die neuen Photovoltaikmodule an der Süd- und Ostfassade optisch zu horizontalen Bändern zusammen. Auch an der Nord- und Westfassade wurden entsprechende Bänder ausgebildet, die dort aus perforierten Aluminiumblechen bestehen. Die gestanzten Kreise unterschiedlicher Größe und Dichte symbolisieren Dynamik und Gemeinschaft und verweisen damit auf die sportliche Nutzung des Gebäudes. Die Pulverbeschichtung der Rahmen und Füllungen in einem dunklen Grauton wurde farblich auf die Photovoltaikmodule abgestimmt.
Bei den Arbeiten an den oberen Fassadenbereichen mit großformatigen Stahlbeton-Sandwich-Fertigteilen durften die Befestigungspunkte der Waschbetonverblendschale in die Tragschale nicht beschädigt werden. Gemeinsam mit dem Tragwerksplaner wurden die Befestiungspunkte exakt festgelegt und zu bandförmigen Sicherheitszonen zusammengefasst.
Für die Sicherstellung einer korrekten Montage kam eine eher unkonventionelle Lösung zum Einsatz: die Befestigungspunkte und Zonen wurden mit farbigen Markierungen auf der Fassade eins zu eins angezeichnet, sodass ein klares, visuelles Markierungssystem entstand. Durch den Erhalt und die Sicherung der bestehenden Befestigungspunkte sowie ergänzend gesetzter spezieller Verankerungen konnten sämtliche neuen Bauteile in der Waschbeton-Verblendschale befestigt werden.
Bauherr
Landkreis Celle
Flächen
BGF 3.592 m², Fassadenflächen 1.600 m² + Kellerdecke 1.200 m²
Bruttobaukosten
KG 300 und 400 1,2 Mio. €
Fotos (nach Fertigstellung): Olaf Mahlstedt
